Stiftung ModusVivendi
Angst teilen durch gemeinschaftliches handeln
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Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Regionalgruppe Gießen von „Verrückt? – Na und!“ findet am Samstag, den 14. März 2026 in den Räumen der Jungen Kirche eine Feier statt.
Seit Ende des Jahres 2015 besteht die Regionalgruppe Gießen, die von der Stiftung ModusVivendi Gießen gegründet wurde. Anfang 2016 fanden die ersten Schultage statt. Seither sind Mitglieder der Regionalgruppe mit großem Erfolg und stetig wachsender Nachfrage an Schulen in der Stadt und im Landkreis Gießen aktiv, um mit Schülerinnen und Schüler über die Themen „Glück und seelische Krisen“ ins Gespräch zu kommen.
Im Rahmen dieser Projekttage an Schulen werden Räume für offenen Austausch, Information und gegenseitige Unterstützung geschaffen. Ziel ist es, seelische Krisen frühzeitig wahrzunehmen, Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen und einen wichtigen Beitrag zur Prävention zu leisten.
Die Regionalgruppe Gießen umfasst mittlerweile 25 engagierte Mitglieder. Sie setzt sich sowohl aus fachlichen Expertinnen und -Experten (Mitarbeitende aus psychiatrischen Einrichtungen und Diensten) als auch aus persönlichen Expertinnen und -Experten zusammen (Menschen, die selbst seelische Krisen bewältigt haben und ihre Erfahrungen teilen). Koordiniert wird die Regionalgruppe derzeit von Eva Flamann und Andrea Weiland.
Die Stiftung ModusVivendi Gießen trägt die Arbeit organisatorisch und finanziell, schafft verlässliche Rahmenbedingungen und ist Kooperationspartner des Vereins „Irrsinnig menschlich e. V.“ aus Leipzig, der für die inhaltliche Konzeption des Programms verantwortlich ist.
Neben einem festlichen Rahmen geben wir bei der Feier Einblicke in die einzelnen Bausteine eines Schultages. Wir stellen die Mitglieder der Regionalgruppe vor und lassen Stimmen von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrkräften zu Wort kommen. Außerdem bedanken wir uns bei den verschiedenen Sponsoren, die die Durchführung der Schultage unterstützen.
Zum Hintergrund:
Die Stiftung ModusVivendi Gießen ist eine Stiftung des Bürgerlichen Rechts und wurde am 10.05. 2007 gegründet.
Der Zweck: Die Förderung des öffentlichen Wohlfahrt- und Gesundheitswesens durch Unterstützung von Prävention, Behandlung und Betreuung, insbesondere von Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörigen.
Die Stiftung ModusVivendi ist alleiniger Gesellschafter der Profile gemeinnützige GmbH Gießen-Wetzlar, einem Träger von verschiedenen Einrichtungen zur Betreuung und Unterstützung von psychisch kranken Menschen.
Daten und Fakten zur psychischen Gesundheit von Schüler*innen
• Etwa 1 von 6 Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat eine psychische Erkrankung.
• Wer psychisch erkrankt ist, leidet oft an mehreren Störungen: Jugendliche erkranken besonders häufig gleichzeitig an einer Angststörung und an einer Depression.
• Wer als Kind psychisch erkrankt, ist auch als erwachsener Mensch stärker gefährdet.
• Heranwachsende mit psychischen Erkrankungen werden von der Allgemeinbevölkerung noch schlechter angesehen als psychisch kranke Erwachsene.
• Junge Menschen suchen sich auch deshalb noch seltener Hilfe als Erwachsene.
• In sozialökonomisch schlechter gestellten Familien sind psychische Erkrankungen der Kinder fast dreimal häufiger (26 %) als in besser gestellten (9,7 %).
• Ungefähr 3 bis 4 Millionen der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen wachsen mit mindestens einem psychisch kranken Elternteil auf.
• Etwa 90 % der jungen Menschen, die durch Suizid sterben, hatten zuvor psychische Probleme.
• Die Folgen der Coronapandemie haben die psychischen Belastungen in der Bevölkerung noch verstärkt – insbesondere bei Heranwachsenden aus sozial benachteiligten Familien.
11.03.2026
Andrea Weiland, Koordination VNU Gieße
Stand: 2026-03-14
Stand: 09.2024
Grünberg (pm). An der Theo-Koch-Schhule (TKS) fand dieser Tage das Projekt »Verrückt? – Na und?!« statt. Dabei handelt es sich um ein Präventionsprogramm zum Thema »Seelische Gesundheit«, das von der Stiftung ModusVivendi aus Gießen an Schulen im Landkreis angeboten wird. Beim präventiven Schulprojekt geht es darum, die Schüler dabei zu unterstützen, ihre seelische Gesundheit zu fördern, um so den kleinen und großen Herausforderungen im Leben eines Teenagers standhalten zu können.
Denn gerade in dieser wichtigen Lebensphase treten psychische Erkrankungen nicht selten auf. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufklärung junger Menschen darüber, was psychische Gesundheit ausmacht.
Des Weiteren sollen Vorurteile über psychische Erkrankungen abgebaut, Ängste und Unsicherheiten der Jugendlichen angesprochen, Lösungswege aufgezeigt und Hoffnung vermittelt werden.
Das Projekt wurde ganztägig in beiden PUSCH-Klassen (Praxis Und SCHule) von Kira Scholz, Sozialarbeiterin und systemische Beraterin vom Beratungszentrum Laubach und Grünberg, sowie Julia Kistner, Mitarbeiterin im Betreuten Wohnen Laubach, angeboten. Ein Dank ging an den Förderverein der TKS für die Übernahme der Kosten. »Ein Beleg dafür, wie ernst das Thema an der Schule genommen wird.« So ist nun angedacht, das Projekt in weiteren Klassen anzubieten.